Nach einer halben Stunde Buckelpiste …

… erreichen wir die Finka einer kleinen, ökologisch betriebenen Kaffeefarm.

Diese befindet sich im Nebelwald bei San Luis, nicht weit von Monteverde entfernt. Es weht ein erfrischender Wind und in der Luft sind ganz feine Wassertröpfchen, noch viel kleiner als bei Nieselregen. Nebelwald eben 🙂
Das Paar, welches die Farm betreibt, sind aktive Läufer und haben erfolgreich an vielen Wettbewerben und Marathonläufen teilgenommen, bspw. am Boston-Marathon.

Im Bild sieht man im Hintergrund ihre Medaillen und Pokale. Die Bestzeit des mittlerweile 67jährigen Mannes lag wohl bei zweieinhalb Stunden, wenn ich das richtig verstanden habe.
Er zeigt uns die verschiedenen Pflanzen auf der Farm und erklärt die bei ihnen praktizierte Kaffeeherstellung. Pflanzenschutzmittel verwenden sie keine und haben u.a. auch deshalb aktuell mit einem Pilz zu kämpfen. Die Kaffeepflanzen tragen ab ca. dem dritten Jahr Früchte und werden bis zu 25 Jahren verwendet. In dieser Zeit werden sie mehrmals in Kniehöhe komplett gekappt und treiben seitlich neu aus. Siehe Foto:

Die Kaffeekirschen werden hier erst manuell! geerntet, wenn sie wirklich reif (rot) sind und nicht gemischt reif/unreif, wie bei der maschinellen Ernte. Dann werden die Kerne (Bohnen) mit einer Handmühle vom Fruchtfleisch getrennt, …

… gewaschen, 1 Jahr getrocknet …

… und dann geröstet.
Später pressen wir uns noch Zuckerrohrsaft und trinken ihn gemischt mit Orangensaft. Sehr lecker!

Zum Schluss bekommen wir natürlich noch hauseigenen Kaffee und selbstgebackenen Bananenkuchen. Und ich lasse es mir auch nicht entgehen, hier noch Kaffeebohnen einzukaufen 🙂
Ein wunderbarer Nachmittag bei einer sehr sympathischen Familie!
Dann geht es noch einmal ein Stück die Piste entlang und eine Viertelstunde später erreichen wir unser Hotel in Monteverde. Die Zimmer sind groß, im Bungalowstil und mit Blick in die Berge vom großen Balkon. Im Hintergrund kann man sogar den Pazifik erkennen:
