Monduntergang heute morgen in Funchal:

Eigentlich hatte ich heute morgen auf Google Maps nur mal kurz geschaut, welche Wanderwege es nördlich und nicht so weit von Funchal entfernt gibt, und bin so auf Ribeiro Frio („Kalter Fluss“) gekommen. Die Wahl entpuppte sich ganz unerwartet als sehr schöne und abwechslungsreiche Tour.

Wir haben den kleinen blauen Rundwanderweg von ca. 8km genommen und sind am südlichsten Punkt gestartet. Dort befindet sich ein sehr großer Bereich mit Picknickwiesen, freien! Campingmöglichkeiten sowie genügend kostenlosen Parkplätzen. Ein wunderschönes Areal. Und ziemlich ungewöhnlich für Madeira. Habe ich in der Form zum ersten Mal hier gesehen. Koordinaten: 32.721552, -16.886148
Von dort starten wir die Runde entgegen dem Uhrzeigersinn. Nach einer kurzen Überquerung einer freien Fläche geht es auch schon schmale Wege abwärts unter schattenspendenden größeren Büschen entlang .

Nach ca. anderthalb Kilometern hören wir zum ersten Mal den Fluss. Bald darauf erreichen wir selbigen und finden ein Basin und einen kleinen Wasserfall. Mein Badeversuch fällt extrem kurz aus, denn der Ribeiro Frio („Kalter Fluss“) macht seinem Name alle Ehre 🥶
Ab dort folgt der Weg dann alten, in Stein gehauenen Levadas. Teilweise Wasser führend, dann wieder von Erdrutschen beschädigt, trocken oder halb verschüttet. Schließlich erreichen wir ein ganz wundervolles Fleckchen – eine Art Levadakreuzung. Shaun und Elfie sind ganz begeistert

Dort fließen mehrere kleine und große Levadas zusammen, werden reguliert und weitergeleitet.

Es ist dort wunderschön und kühl – der ideale Platz für ein Picknick.
Die zweite Hälfte des Weges führt uns dann weiter an neueren, betonierten Levadas entlang wieder Richtung Westen.

Teilweise läuft man sehr eng an steil abfallenden Felsen entlang, nur gesichert durch ein Stahlseil. Etwas schwindelfrei sollte man also schon sein.
Belohnt werden wir mit immer wieder wechselnder Vegetation, tollen Ausblicken ins Tal und bis zum Meer und bspw. diesem Wasserfall:

Schließlich erreichen bei „John’s Poncha“ wieder die Straße ER103 und müssen dieser fast eine halbe Stunde stramm bergauf folgen, bevor wir wieder in den schattigen Wald abbiegen können. Nach einer weiteren halben Stunde steil bergauf kommen wir wieder am Ausgangspunkt an.
Eine tolle Tour und bis auf das Stück entlang der ER103 auch entspannt und sehr abwechslungsreich.👍
Da das unser letzter Abend auf Madeira ist, wollen wir uns ein Abendessen bei ‚Olivia‘ (R. dos Tanoeiros 37 37, 9000-057 Funchal) gönnen, wo wir vor ein paar Tagen schon einmal ganz hervorragend Ceviche und Kabeljau gegessen haben. Aber leider ist, wohl wegen Karfreitag, geschlossen. Also wieder mal umdisponieren. Der nur wenig Meter entfernte Italiener ‚La Pasta‘ liegt schön ruhig und die Speisekarte klingt vielversprechend. Die als Vorspeise geführte Fischsuppe ist sämig, ganz wunderbar gewürzt und so viel, dass sie gut als Hauptgericht herhalten kann. Das ‚Risotto Espania‘ ist eine gelungene Mischung aus spanischer Paela und italienischem Risotto. Die Pizza hat einen klasse Boden und der Rand ist nach 10 Minuten nicht schon bockelhart wie mancherorts und bleibt schön knusprig. Klare Empfehlung und ein schöner Ausklang der Madeira-Woche und damit der gesamten 2wöchigen Portugalrundreise.



























































