Neue Pferdestärken im Stall

Nach 17 erlebnisreichen Jahren habe ich mich von meiner Honda Transalp PD06 getrennt. Unvergessen ist unser größtes gemeinsames Erlebnis – die Middle East Tour 2009/2010. Aber auch Island, die große Karpatentour und natürlich die erlebnisreiche Senegaltour vor 2 Jahren bleiben in Erinnerung.
Nun habe ich Platz gemacht für etwas Kleineres, Leichteres, Moderneres … eine Yamaha Tracer 7 GT, ein „kleiner“ (für westliche Verhältnisse) Sporttourer. Nach anfänglichen Zulassungsschwierigkeiten steht sie nun endlich seit heute bei mir zu Hause:

Ich hoffe, die zwei Ladies (Honda Africa Twin und Yamaha Tracer) vertragen sich gut in der Garage 😁

Alpe Sonnhalde

Shaun und Elfie sind nach der gestrigen Tour etwas fußlahm. Aber etwas müssen wir heute schon noch tun, bevor es morgen wieder nach Hause geht. Die beiden sollen sich einfach an mich dranhängen 😁 habe ich gemeint. Und so haben wir es heute doch noch wenigstens bis zur Alpe Sonnhalde geschafft.

Wanderung Hochgrat

Heute, am Freitag, wird es etwas anspruchsvoller. Wir laufen vom Allmersbacher Haus den knappen Kilometer talaufwärts zur Talstation der Hochgratbahn. Dort nehmen wir eine Bergfahrt und kommen kurz darauf oben an. Der Ausblick ist überwältigend. Blick Richtung Westen über einen Teil der Nagelflugkette:

Richtung Süden/Österreich: …

… bei sehr guter Fernsicht:

Die Sicht ist so gut, dass man immer wieder mal den Bodensee im Nordwesten sehen kann (rechts oben im Bild):

Auch der Blick zurück, parallel zum Hochgrat, über die Abschnitte, die wir kurz zuvor gelaufen sind, ist atemberaubend:

Nach einer Vesperpause unterwegs und einer ausgiebigen (Nach)Mittagspause auf der Falkenhütte, geht es an den langen, teilweise sehr kniestrapazierenden, Abstieg. Auf dieser Strecke kommt man an mehreren alten und wunderschönen Bergahornbäumen vorbei. Einer davon ist innen hohl – sehr zur Freude der kletterwütigen Kinder 🙂

Aber auch andere Baumriesen gibst es zu bestaunen:

Die Tour ab Hochgratbahn Bergstation: Tour 2996207223

Halbzeit Steibis

Mittlerweile ist schon die Mitte der Wanderwoche in und um Steibis/Oberstaufen erreicht. Der Mittwoch war ausgefüllt mit einer relativ kurzen – aber wg. der hohen Temperaturen nicht wenig anstrengenden – Runde zu den Buchenegger Wasserfällen

… weiter über das Gasthaus Hirsch zur Normalisierung des Flüssigkeitshaushaltes und schließlich über den Jägersteig wieder Richtung Allmersbacher Haus.

Heute, am Donnerstag, war vormittags shoppen in Oberstaufen angesagt, u.a. bei den Sonderangeboten der Sportgeschäfte und beim Penninger.

Gegen 13 Uhr geht es dann per Bus zur Imbergbahn. Zu dritt laufen wir den nicht langen, aber stetig steilen Weg zur Bergstation. Alle anderen nehmen die Gondeln.

Oben angekommen gibt es im Imberghaus einen Mittagssnack – die legendäre Käsesuppe des Hauses. Nachdem diese ansatzweise verdaut ist, geht es an den Abstieg zur Alpe Remmelegg. Dort genießen wir stundenlang – wie auch schon am Montag – den wunderschönen Blick auf den Hochgrat, den wir morgen in Angriff nehmen werden.

Abends im Allmersbacher Haus gibt es dann den am Morgen angesetzten selbstgemachten Schweizer Wurstsalat, bevor wir den Tag mit ein paar Spielen, u.a. Hitster, beschließen.

Auftakt Wanderwoche

Nach einer 500km langen und autobahnlastigen Anfahrt aus Tschechien treffe ich am Montag Nachmittag im Allmersbacher Haus bei Steibis ein.

Traditionell treffen wir uns am späten Nachmittag auf der Alpe Remmelegg auf 1050m Höhe, um uns bei dem grandiosen Blick auf den Hochgrat, deftigen Brotzeitplatten, Wurstsalat und kühlem Hopfenblütentee auf die Wanderwoche einzustimmen.

Den Auftakt am Dienstag bildet dann eine gemütliche Runde um die Scheidegger Wasserfälle. Hier stürzt der Rickenbach über zwei Stufen 40m in die Tiefe.

Mehrere Aussichtspunkte gestatten Blicke aus verschiedenen Perspektiven auf die Wasserfälle.

Am Nachmittag fahren wir dann weiter zum Eistobel.

Bei den heißen Temperaturen laufen wir allerdings nicht bis vor zur Klamm, sondern rasten und baden im ruhigen und seichten Teil der Oberen Argen und genießen einfach den Nachmittag im kühlen Schatten der Bäume am Fluss.

MFE Pfingsttour

Zum diesjährigen Pfingstausflug der Motorradfreunde Erzgebirge starte ich nach einer Zwischenübernachtung in Regensburg zu den letzten 200km auf kleinen Landstraßen Richtung Osten. Ziel ist der Campingplatz Tábořiště U Mloka, direkt am Ufer der Berounka.

Die etwas in die Jahre gekommene Anlage liegt abgelegen und ist nur über einen schmalen Waldweg zu erreichen. Die Hütten sind wahrscheinlich aus den 60er oder 70er Jahren, haben zwar keine Nasszelle, aber immerhin Strom und einen Kühlschrank.

Auch den Sanitäranlagen sieht man die Jahrzehnte an, aber sie sind sauber.

Am Pfingstsonntag gönnen wir uns bei wunderbar sonnigen Wetter ein Frühstück im Freien mit Blick auf den Fluss.

Dann starten wir zu zehnt mit 9 Motorrädern zu einer kleinen Rundtour. Wir sind eine bunte Mischung von FahrerInnen zwischen 16 Jahren und Ü60, unterwegs auf 2- und 3-rädrigen Gefährten unterschiedlichster Hubraumgrößen.

Nach einem ersten Getränkstopp ist unser Ziel die Burg Krivoklat aus dem 13. Jahrhundert.

Es gibt Führungen auf Tschechisch, aber einige Bereiche der Burganlage, inkl. einem der Türme, sind auch frei zugänglich.

Weiter geht’s dann zu einem modernen Aussichtsturm mit schönen Blick über die hügelige Landschaft. Der Blick Richtung Südwesten:

Nach einer weiteren Etappe, inkl. Kaffee & Kuchen Stopp, sind wir am späteren Nachmittag wieder auf dem Campingplatz. Zum Abendessen müssen wir mit einer von Minute zu Minute kürzer werdenden Speisekarte klarkommen. Hier hat man wohl nicht so mit den gefräßigen deutschen Horden gerechnet 😁 Aber wenn hier etwas nicht ausgeht, dann ist es das gute tschechische Bier. Und das ist ja auch etwas wert.

Gute Nacht.

BAB Tour Mosel/Eifel

Unsere Himmelfahrtstour der BAB (Best Ager Bikers 😁) führte uns dieses Jahr nach Cochem an die Mosel.
Einige FahrerInnen waren schon am Mittwoch angereist, ich folgte mit einer kleineren Gruppe am Donnerstag.
Untergebracht waren wir im Hotel Weinhexe. Ein Doppelzimmer kostete 125€ pro Nacht inkl. Frühstück. Die Zimmer waren einfach, etwas in die Jahre gekommen, aber sauber.
Die Motorräder durften geschützt im Innenhof übernachten.

Am Freitag gingen wir mit 10 Motorrädern auf Rundtour, hauptsächlich südlich an der Mosel entlang. Das Wetter war kühl, aber weitgehend trocken.

Am Samstag nahmen wir die sich gleich nördlich der Mosel anschließende Vulkaneifel unter die Räder.
Erster Stopp: der Wallende Born (Brubbel) in 54570 Wallenborn.
Das ist ein kleiner Kaltwassergeysir, der ca. alle 30-40 Minuten eine 2-4m hohe Fontäne abgibt.

Weiter ging es über kleine Straßen bis zum Bikertreff Haus Waldfrieden in 53520 Schuld (Münstereifeler Str. 1)
Bei gutem Wetter konnten wir hier Mittagessen.

Danach fuhren wir weiter durch die östliche Vulkaneifel, vorbei am Kloster Maria Laach, zum Laacher See.
Einen letzten Stopp machten wir am Nachmittag in 56766 Ulmen und schauten uns das Ulmener Maar an.
Dieses gilt als das jüngste der Eifel-Maare. Es ist erst nach dem Ausbruch des Laacher-See-Vulkans entstanden und nur ca. 11.000 Jahre alt.

Am Sonntag ging es dann schon wieder nach Hause.
Die Mosel/Eifel Region ist vom Raum Ludwigsburg weniger als 300km entfernt und entweder zügig in weniger als 3h über die Autobahnen, oder länger – und dafür für Motorradfahrer deutlich interessanter – in ca. 5h über Landstraßen zu erreichen.

Brauchtumsfeuer 😁

Hexenbrennen oder Hexenfeuer oder wie auch immer man das Feuer in der Walpurgisnacht nennt – es ist einfach ein schöner Brauch, wo man mit Freunden zusammenkommt und das große Feuer genießt.

Unser Holzstapel wird noch mit der von der Jugend kreierten Hexe bestückt. Man beachte die die Wespentaille und wie es scheint, trägt die moderne Hexe von heute wohl Jogginghose. Karl Lagerfeld hätte seine helle Freude 😂

Und dann wird angezündet.

Wenn dann noch das Wetter so gut passt wie dieses Jahr, die mitgebrachten Salate und die Getränke super lecker sind und der Dresdner OB die Grillzange schwingt, dann kann das nur ein gelungener Abend werden.

Vogtlandtour 2026

Wie jedes Jahr geht es um den 30. April zum Hexenfeuer ins Vogtland.
Das Wetter ist bombastisch angesagt (bis zu 20 Grad, wolkenlos), aber nachts auch sehr kalt (bis zu -2 Grad). D.h. Wärmflasche in den Schafsack packen 🙂 .

Ich starte schon am Mittwoch bei angenehmen 20 Grad, um gemütlich über Landstraßen in die Gegend von Plauen zu fahren.

Am Stadtrand von Rothenburg ob der Tauber hat man einen schönen Blick auf die Stadtmauern.

Weiter führt mich der Weg (bzw. das Navi) auf kleinen Straßen vorbei an Bamberg immer weiter nach Nordosten. Es wird ziemlich frisch – um die 14 Grad bei böigen Wind. Aber am frühen Abend habe ich es geschafft und wir bereiten schon mal das Hexenfeuer für morgen vor.

Abschied von der PD06

Nach 17 ereignisreichen Jahren habe ich mich von meiner treuen 96er Transalp getrennt.
Der Abschied fiel schwer, denn nach vielen großen (Middle East 2009, Island 2017, Balkan 2023, Senegal 2024) und zahllosen kleineren Touren war mir die Transalp sehr ans Herz gewachsen.
Aber alles hat seine Zeit und ich möchte auf dem Weg zu kleineren und handlichern Motorrädern, die etwas mehr moderne Technik mitbringen (gutes Licht, ABS…), den nächsten Schritt gehen.
Abschiedsfoto vom 22.04.2026: