Douro Tal

Shaun und Elfie nehmen heute den Silberblitz und wollen das Tal des Douro, der in Porto in den Atlantik mündet, flussaufwärts erkunden. Dazu sind Autobahnvermeidung und Navi-Zwischenpunkte eng am Fluss angesagt. Dafür geht es aber dann auch sehr langsam (max. 45er Schnitt) auf den kleinen und kurvenreichen Straßen voran.
Unterwegs ein kurzer Stopp an einer Douro-Schleife:


Auf der Straßenseite gegenüber wildwachsende Cala (weiß) und Nickender Sauerklee (rapsgelb):

Nächster Stopp ist der Aussichtspunkt ‚Miradouro de São Leonardo da Galafura‘ – ein wunderschönes Fleckchen auf 645m Höhe mit einer kleinen Kapelle/Kirche und Blick auf den Douro und die Weinberge.

Als nächstes folgt das Touri-Highlight Pinhão. Bzw. der wohl am meisten fotografierte Bahnhof des Ortes. Die Innen- und Außenwände zeigen großflächige blaue Azulejo-Paneele mit Wein- und Landschaftsmotiven:

Beim nächsten angepeilten Stopp, dem angeblich mindestens so schönen Bahnhof von São João da Pesqueira, hat die KI wohl halluziniert. Wir finden weder eine Bahnlinie, noch einen (ehemaligen?) Bahnhof oder auch irgendwelche gekachelten Wandmotive.
Egal. Weiter zum letzten Stopp. Dem Aussichtspunkt Miradouro de São Salvador do Mundo. Dieser, mittlerweile in Sonnenuntergangsstimmung, ist auch sehr sehr schön:

Den Rückweg nehmen wir dann über die Autobahn, um wenigstens gegen 21 Uhr wieder in Porto zu sein. Insgesamt ein sehr schöner, aber auch anstrengender Tag.

Transfer Lissabon > Porto

Nach einem gemütlichen und ausgiebigen Frühstück bestellen wir auf halb 11 ein Uber und lassen uns zum innerstädtischen Büro von Hertz fahren. Dort übernehmen wir unseren Mietwagen für die nächsten 4 Tage. Wir bekommen noch ein kleines Upgrade (Hybrid+Automatik) und können mit unserem Silberblitz kurz nach 11 Richtung Norden starten.

Da wir nachmittags noch etwas die Umgebung unserer Wohnung in Porto erkunden wollen, nehmen wir die schnelle mautpflichtige Autobahn (knapp 30€ Maut) und sind inkl. Päuschen kurz nach 3 in Porto.
Da unsere Ferienwohnung sehr zentral in der Altstadt liegt, ist es etwas hakelig mit dem Anfahren, Ausladen und Parkgarage finden, aber kurz nach 4 haben wir auch das erledigt und können zu einem ersten Erkundungstripp starten. Nur wenige Gehminuten entfernt kommen wir an die Luisbrücke und nehmen die obere Ebene auf die Südseite ( Gaia ).

Von dort hat man einen schönen Blick auf Porto am Nordufer des Douro.

Am Südufer des Flusses entlang nehmen wir dann die untere Ebene der Luisbrücke. Zurück in Porto gönnen wir uns einen frühen Abendimbiss. Jeder Meter vom Ufer entfernt bergauf verringert die Preise auf der Speisekarte spürbar.
Weiter geht es dann entlang schöner Fassaden…

… und durch enge Gassen gen Norden.

„Nettes“ Erlebnis am Rande: in einem Souvenirgeschäft, welches auch Briefmarken anbietet, kaufe ich eine Postkarte aus Kork, ein paar Kühlschrankmagnete und eben eine Briefmarke für die Postkarte. Verwundert über die hohe Gesamtsumme schaue ich kurz im Netz nach, und stelle den Verkäufer zur Rede, warum er mir für eine 95 Cent Briefmarke 2,50€ berechnet. Er streitet den Aufschlag gar nicht ab, sondern begründet es damit, dass er ja mit seinem Laden Profit machen müsste. Mein Argument, dass ich das schon verstehe, er aber ja mit den Kühlschrankmagneten (wahrscheinlich Made in China) und der Korkpostkarte, die 50m vorher die Hälfte gekostet hätte, ja auch Profit macht, lässt er nicht gelten. Er bietet mir aber an, die Briefmarke zurückzunehmen. Das Angebot nehme ich an 🙂

Der Abend klingt dann noch wunderbar mit einem (oder zwei🤔) Glas weißen! Portwein aus und gipfelt in der Idee, morgen das Dourotal per Silberblitz zu erkunden.

Castelo de São Jorg

Die Festungsanlage aus dem 11. Jahrhundert ist das zweite Ziel des Tages. Der Eintritt ist mit 17€ p.P. sehr sportlich. Aber die Anlage ist groß…

… schön, teilrestauriert, die mächtigen Mauern begehbar und der Ausblick auf die Stadt wunderbar.

Und die Tierwelt in den alten Mauern ist auch nicht zu verachten. Pfauen buhlen mit ihren Schreien und Gehabe um Beachtung bei den Besuchern und den Pfauendamen:

Das tun sie herab von Bäumen …

… oder auch mal ihre schöne Rückseite zeigend …

… und natürlich Radschlagend:

Aber auch Katzen wissen, wie man sich herausgeputzt.

Auch für den Besuch der Burganlage sollte man mehrere Stunden einplanen.

Mosteiro de São Vicente de Fora

Das Kloster und die „Kirche des Heiligen Vincent von Außerhalb“ in Lissabon überrascht bei moderaten Eintrittspreisen von 8€ mit einer Fülle von (Kunst)Objekten.

Gleich nach dem sehr schönen Eingangsbereich …

… schliessen sich mehrere Räume mit sakraler Kunst an. Danach gelangt man in den Innenhof mit Kreuzgang.

Auch dieser ist wieder reichlich mit Wandbildern in Fliesentechnik verzierte. Unterwegs kommt man immer wieder an Räumen mit oberirdischen Grabstätten, hier Pantheon genannt, vorbei.

In der Kirche hat mich besonders der Altar beeindruckt, der von einem, auf riesigen Säulen ruhenden, Baldachin überspannt wird.

Aber auch die zahlreichen Seitenaltare waren sehr schön anzuschauen, von denen einige mit filigranen Steinintarsien verziert waren.

Im zweiten Geschoss geht es vor allem um eine Muschelausstellung und eine riesige Sammlung von Wandbildern aus Kacheln, auf denen Fabeln dargestellt sind.

Auch das Dach des Klosters kann man besteigen, von dem aus man nach allen Himmelsrichtungen einen schönen Blick über die Stadt hat.

Der Rundgangs endet mit einem Blick in Zisternen unter dem Kloster.

Wenn man alle geboten Objekte ausführlich anschauen möchte, sollte man mindestens 3 Stunden für den Besuch des Kloster und der „Kirche des Heiligen Vincent von Außerhalb“ einplanen.

Sightseeing Lissabon

Shaun und Elfie nehmen sich heute Zeit für einen ausgiebigen Stadtrundgang.

Es geht durch verwinkelte Gassen, teils still und nach Orangenblüten duftend …

… immer auf der Hut vor einer um die Ecke biegenden historischen Straßenbahn…

… vorbei an street art…

… und verträumten Häuschen…

… bestaunen einen der historischen Aufzüge im Stadtzentrum…

… schauen entspannt den Straßenkünstlern zu…

… und landen schließlich am belebten Platz ‚Praça do Comércio‚ mit dem besteigbaren Arco Triunfal (Triumphbogen) mit grandiosem Ausblick auf die Bucht von Lissabon …

… und auf die Stadt mit der Burganlage Castelo de S. Jorge:

Abends geht es dann noch einmal stadteinwärts Richtung Norden…

… um den Tag mit einem Abendessen im Hard Rock Cafe Lissabon ausklingen zu lassen:

Nachmittagsrunde Lissabon

Der Nachmittagsspaziergang mit Ziel Lidl für den Wochenendeinkauf 😜 führt uns vorbei am Kloster des Heiligen Vinzenz (Mosteiro de São Vicente de Fora) mit dem davorstehenden, gerade blühenden Judasbaum.

Dann geht es weiter Richtung Norden durch das Zentrum mit Straßen, auf denen noch die historischen Straßenbahnen verkehren.

In und an den Straßen sieht man viel Graffiti, mit Fliesen verzierte Fassaden und auch ruhig Eckchen, die zu einer kurzen Verschnaufpause in den steilen Straßen einladen.

Erste Eindrücke Lissabon

Wir laufen gleich mal an unserer Ferienwohnung für die nächsten 3 Tage vorbei, um zu sehen, wohin wir nachher unser großes Gepäck tragen müssen. Lissabon ist mit steilen schmalen Straßen gesegnet und da sind unnötige Wege mit 20kg auf dem Buckel zu vermeiden 😜

Ein paar Meter weiter befindet sich das sogenannte Pantheon.

Das Panteão Nacional in Lissabon befindet sich auf dem Campo de Santa Clara in Alfama und war ursprünglich die Kirche Igreja de Santa Engrácia, deren Bau 1681 begann. Fertiggestellt wurde es erst im 20. Jahrhundert, daher der Ausdruck „obras de Santa Engrácia“ für endlose Bauarbeiten. Also quasi das Lissabonner Gegenstück zu Stuttgart 21 😂. Das barocke Gebäude mit markanter Kuppel beherbergt die Gräber berühmter Portugiesen. Z.B. Vasco de Gama, dem portugiesischen Seefahrer, der 1498 als erster Europäer auf direktem Seeweg über das Kap der guten Hoffnung Indien erreichte und damit eine neue Handelsroute zwischen Europa und Asien begründete.

Außerdem hat man eine prachtvolle Kuppelgalerie …

… und wechselnde Sonderausstellungen. Der Eintritt beträgt 10€.

Von der Außenterrasse hat man weite Blicke über Alfama und den Tejo.

Nach dem Besuch des Pantheon stärken wir uns in Außenbereich einer kleinen Bar mit einem Tagesmenü: Alheira (frittierte Wurst/Bratling aus Geflügel und anderen Fleischsorten) serviert als paniertes und frittiertes Stück mit einem Spiegelei obenauf — also „Alheira com ovo“.

Auf dem Foto sieht man dazu Reis und Salat. Wasser und zum Schluss ein Espresso gehörten auch noch dazu. Sehr lecker 👍

Shaun und Elfie on Tour

Nach einem sehr frühen und abenteuerlichen Auftakt mit dem Stuttgarter VVS, starten wir fast pünktlich vom Stuttgarter Flughafen nach Lissabon.

Der Eurowings-Flieger ist sehr eng bestuhlt und auch sonst ist alles auf Sparkurs gebürstet. Mittlerweile muß man auch für größere Handgepäckstücke extra bezahlen. Nur noch sehr kleine Rucksäcke und kleine Handtaschen sind kostenfrei. Auch bei mehr als einem kleinen Handgepäck (bspw. Handtasche + Laptoptasche) ist das 2. Teil kostenpflichtig… Aber wenigstens mussten wir keinen Stehplatz nehmen 😂
Ebenso düster schaut es mit der Verpflegung an Bord aus. Bekam man vor 2-3 Jahren selbst bei Inlandsflügen wenigstens noch ein Wasser und ein paar Kräcker, so gibt es jetzt bei einem 3h-Flug in eine andere Zeitzone gar nichts mehr. Irgendwie traurig. Aber überpünktlich ging es dann zum Landeanflug auf Lissabon.

Vom Flughafen nehmen wir für 8€ ein Uber zum zentral gelegenen Bahnhof Santa Apolonia, von dem unsere Wohnung, die wir aber erst am Nachmittag beziehen können, nur wenige Gehminuten entfernt ist. Dort schließen wir das große Gepäck ein und starten zu einem ersten Streifzug durch die Stadt.

Portugaltour 2026

In einer Woche geht es los.
Wir wollen den beginnenden Frühling nutzen, und uns in einer 2wöchigen Rundreise Lissabon, Porto und die Insel Madeira anschauen.
Das wunderschöne Dourotal mit der Stadt Porto an der Mündung des Douro am Atlantik und die Blumeninsel Madeira kenne ich schon etwas. Lissabon, die Hauptstadt Portugals, habe ich bisher noch nicht erkundet.
So sind wir schon sehr gespannt, Neues zu entdecken und Bekanntes wieder zu genießen.
Die Strecken Stuttgart – Lissabon, Porto – Funchal (Madeira) und Funchal – Stuttgart werden wir mit Flügen meistern.
Für die Fahrt Lissabon – Porto, die Erkundung des Dourotals und auf Madeira haben wir jeweils einen Mietwagen reserviert.

Resümee Costa Rica

Nachdem ich seit Mittwoch Abend wieder zu Hause bin, hier nun ein paar Gedanken zu Costa Rica.

Dieses kleine Land, die „Schweiz Zentralamerikas“, gelegen zwischen 2 Ozeanen, auf der Schmalstelle zwischen Nord- und Südamerika, haut einen Mitteleuropäer vom Hocker.

An Landschaften werden geboten:
Karibik im Osten und Pazifik im Westen, heiße Strände mit erfrischenden Winden, tropische Regenwälder und eher kühle Nebelwälder, angenehm temperierte Hochebenen wie das Zentraltal um die Hauptstadt San José oder die Höhenlagen um Monteverde, vulkanisch geprägte Landschaften mit zahlreichen aktiven Vulkanen und heißen Quellen, ein deltaähnliches Gebiet mit Flüssen und Kanälen im Norden um Tortuguero, touristisch stark frequentierte Gebiete wie bspw. La Fortuna am Vulkan Arenal, ebenso wie ruhige Lodges abseits größerer Städte.
Zu jedem dieser Landschaftstypen gibt es wiederum auch sehr schöne Nationalparks (mehr als ein Viertel der Landesfläche stehen unter Naturschutz).

Ebenso vielfältig ist die Tierwelt.
Allein in den 2 Wochen auf touristischen Pfaden habe ich gesehen: Faultiere, Affen (Kapuziner-, Brüll- u.a. Affen), bunte Krabben, Kaimane, riesige Krokodile, Schildkröten, Nagetiere wie Goldagutis, wunderschöne, teils sehr große, Schmetterlinge, Schlangen, Geckos, Leguane, Basilisken, bizarre Insekten der Nacht, elegante Spinnen 😁, verschiedenste Ameisen wie Blattschneider- und Tucandeira-Ameise…
Und natürlich Vögel in allen Größen, Farben und Formen: vom winzigen Kolibri über Kahnschnabel, verschiedenste Reiherarten, Aras, Tukane, Fischadler, Eisvögel und unzählige weitere, deren Namen ich nicht kenne und die ich auch nicht recherchiert habe… Sicherlich ein Paradies für Ornithologen.

Costa Rica ist kein günstiges Reiseland (hatte ich ja an anderer Stelle auch schon geschrieben). Das Preisniveau für Lebensmittel, Unterkünfte usw. ist in etwa wie in Deutschland oder höher. Manche Produkte, die in Costa Rica produziert werden, sind seltsamerweise sehr viel teurer als in Deutschland, bspw. Kaffee und Schokolade.
Trotzdem finde ich, dass Costa Rica unbedingt eine Reise, aufgrund der beschriebenen Flora und Fauna, wert ist. Außerdem ist es ein sehr sicheres Reiseland mit einer sehr guten Infrastruktur inkl. medizinischer Versorgung.
Und eines der wenigen Länder, wo man bedenkenlos Leitungswasser trinken kann (dazu zählt auch Dtl., aber das ist eben die Ausnahme, das sollte man sich ab und zu mal klar machen 😉).

Reisedauer: eine Woche, wie manche Reisen angeboten werden, finde ich viel zu kurz und schade um die relativ langen Flugzeiten. Ich denke, zwei Wochen sind das Minimum. Je länger, desto besser 🙂. Wer genügend Zeit hat, kann Costa Rica vlt. auch mit Panama, Nicaragua oder einem der Karibikstaaten kombinieren.
Bspw. mit Kuba, falls man nicht vor hat, in diesem Leben noch einmal in die USA einzureisen 😜

Weitere Gedanken zu Costa Rica: siehe auch die zurückliegenden Blogeinträge ‚Interessante Fakten‘ und ‚Halbzeitresümee‘.

Ich hoffe, ich konnte euch etwas Reiselust auf dieses schöne und vielfältige Land machen.