Auftakt Wanderwoche

Nach einer 500km langen und autobahnlastigen Anfahrt aus Tschechien treffe ich am Montag Nachmittag im Allmersbacher Haus bei Steibis ein.

Traditionell treffen wir uns am späten Nachmittag auf der Alpe Remmelegg auf 1050m Höhe, um uns bei dem grandiosen Blick auf den Hochgrat, deftigen Brotzeitplatten, Wurstsalat und kühlem Hopfenblütentee auf die Wanderwoche einzustimmen.

Den Auftakt am Dienstag bildet dann eine gemütliche Runde um die Scheidegger Wasserfälle. Hier stürzt der Rickenbach über zwei Stufen 40m in die Tiefe.

Mehrere Aussichtspunkte gestatten Blicke aus verschiedenen Perspektiven auf die Wasserfälle.

Am Nachmittag fahren wir dann weiter zum Eistobel.

Bei den heißen Temperaturen laufen wir allerdings nicht bis vor zur Klamm, sondern rasten und baden im ruhigen und seichten Teil der Oberen Argen und genießen einfach den Nachmittag im kühlen Schatten der Bäume am Fluss.

MFE Pfingsttour

Zum diesjährigen Pfingstausflug der Motorradfreunde Erzgebirge starte ich nach einer Zwischenübernachtung in Regensburg zu den letzten 200km auf kleinen Landstraßen Richtung Osten. Ziel ist der Campingplatz Tábořiště U Mloka, direkt am Ufer der Berounka.

Die etwas in die Jahre gekommene Anlage liegt abgelegen und ist nur über einen schmalen Waldweg zu erreichen. Die Hütten sind wahrscheinlich aus den 60er oder 70er Jahren, haben zwar keine Nasszelle, aber immerhin Strom und einen Kühlschrank.

Auch den Sanitäranlagen sieht man die Jahrzehnte an, aber sie sind sauber.

Am Pfingstsonntag gönnen wir uns bei wunderbar sonnigen Wetter ein Frühstück im Freien mit Blick auf den Fluss.

Dann starten wir zu zehnt mit 9 Motorrädern zu einer kleinen Rundtour. Wir sind eine bunte Mischung von FahrerInnen zwischen 16 Jahren und Ü60, unterwegs auf 2- und 3-rädrigen Gefährten unterschiedlichster Hubraumgrößen.

Nach einem ersten Getränkstopp ist unser Ziel die Burg Krivoklat aus dem 13. Jahrhundert.

Es gibt Führungen auf Tschechisch, aber einige Bereiche der Burganlage, inkl. einem der Türme, sind auch frei zugänglich.

Weiter geht’s dann zu einem modernen Aussichtsturm mit schönen Blick über die hügelige Landschaft. Der Blick Richtung Südwesten:

Nach einer weiteren Etappe, inkl. Kaffee & Kuchen Stopp, sind wir am späteren Nachmittag wieder auf dem Campingplatz. Zum Abendessen müssen wir mit einer von Minute zu Minute kürzer werdenden Speisekarte klarkommen. Hier hat man wohl nicht so mit den gefräßigen deutschen Horden gerechnet 😁 Aber wenn hier etwas nicht ausgeht, dann ist es das gute tschechische Bier. Und das ist ja auch etwas wert.

Gute Nacht.

BAB Tour Mosel/Eifel

Unsere Himmelfahrtstour der BAB (Best Ager Bikers 😁) führte uns dieses Jahr nach Cochem an die Mosel.
Einige FahrerInnen waren schon am Mittwoch angereist, ich folgte mit einer kleineren Gruppe am Donnerstag.
Untergebracht waren wir im Hotel Weinhexe. Ein Doppelzimmer kostete 125€ pro Nacht inkl. Frühstück. Die Zimmer waren einfach, etwas in die Jahre gekommen, aber sauber.
Die Motorräder durften geschützt im Innenhof übernachten.

Am Freitag gingen wir mit 10 Motorrädern auf Rundtour, hauptsächlich südlich an der Mosel entlang. Das Wetter war kühl, aber weitgehend trocken.

Am Samstag nahmen wir die sich gleich nördlich der Mosel anschließende Vulkaneifel unter die Räder.
Erster Stopp: der Wallende Born (Brubbel) in 54570 Wallenborn.
Das ist ein kleiner Kaltwassergeysir, der ca. alle 30-40 Minuten eine 2-4m hohe Fontäne abgibt.

Weiter ging es über kleine Straßen bis zum Bikertreff Haus Waldfrieden in 53520 Schuld (Münstereifeler Str. 1)
Bei gutem Wetter konnten wir hier Mittagessen.

Danach fuhren wir weiter durch die östliche Vulkaneifel, vorbei am Kloster Maria Laach, zum Laacher See.
Einen letzten Stopp machten wir am Nachmittag in 56766 Ulmen und schauten uns das Ulmener Maar an.
Dieses gilt als das jüngste der Eifel-Maare. Es ist erst nach dem Ausbruch des Laacher-See-Vulkans entstanden und nur ca. 11.000 Jahre alt.

Am Sonntag ging es dann schon wieder nach Hause.
Die Mosel/Eifel Region ist vom Raum Ludwigsburg weniger als 300km entfernt und entweder zügig in weniger als 3h über die Autobahnen, oder länger – und dafür für Motorradfahrer deutlich interessanter – in ca. 5h über Landstraßen zu erreichen.

Brauchtumsfeuer 😁

Hexenbrennen oder Hexenfeuer oder wie auch immer man das Feuer in der Walpurgisnacht nennt – es ist einfach ein schöner Brauch, wo man mit Freunden zusammenkommt und das große Feuer genießt.

Unser Holzstapel wird noch mit der von der Jugend kreierten Hexe bestückt. Man beachte die die Wespentaille und wie es scheint, trägt die moderne Hexe von heute wohl Jogginghose. Karl Lagerfeld hätte seine helle Freude 😂

Und dann wird angezündet.

Wenn dann noch das Wetter so gut passt wie dieses Jahr, die mitgebrachten Salate und die Getränke super lecker sind und der Dresdner OB die Grillzange schwingt, dann kann das nur ein gelungener Abend werden.

Vogtlandtour 2026

Wie jedes Jahr geht es um den 30. April zum Hexenfeuer ins Vogtland.
Das Wetter ist bombastisch angesagt (bis zu 20 Grad, wolkenlos), aber nachts auch sehr kalt (bis zu -2 Grad). D.h. Wärmflasche in den Schafsack packen 🙂 .

Ich starte schon am Mittwoch bei angenehmen 20 Grad, um gemütlich über Landstraßen in die Gegend von Plauen zu fahren.

Am Stadtrand von Rothenburg ob der Tauber hat man einen schönen Blick auf die Stadtmauern.

Weiter führt mich der Weg (bzw. das Navi) auf kleinen Straßen vorbei an Bamberg immer weiter nach Nordosten. Es wird ziemlich frisch – um die 14 Grad bei böigen Wind. Aber am frühen Abend habe ich es geschafft und wir bereiten schon mal das Hexenfeuer für morgen vor.

Abschied von der PD06

Nach 17 ereignisreichen Jahren habe ich mich von meiner treuen 96er Transalp getrennt.
Der Abschied fiel schwer, denn nach vielen großen (Middle East 2009, Island 2017, Balkan 2023, Senegal 2024) und zahllosen kleineren Touren war mir die Transalp sehr ans Herz gewachsen.
Aber alles hat seine Zeit und ich möchte auf dem Weg zu kleineren und handlichern Motorrädern, die etwas mehr moderne Technik mitbringen (gutes Licht, ABS…), den nächsten Schritt gehen.
Abschiedsfoto vom 22.04.2026:

Hamburg per HVV Linie 62

Der heutige Samstag holt mich wieder bei bestem, aber windigem und sehr kaltem, Postkartenwetter frühmorgens aus dem Bett. Und so bin ich schon vor 9 Uhr an der Landungsbrücke 3. Dort ist eine der Haltestellen der Bootslinie 62, die ich auch mit meinem HVV Tagesticket benutzen kann. Die Linie 62 nach Finkenwerder ist (oder war mal) ein Geheimtipp als Alternative zur Hafenrundfahrt.

Elbeabwärts sieht man vom Wasser aus die Landungsbrücken,

den Fischmarkt, den Liegeplatz der Kreuzfahrtschiffe,

das Bootsmuseum, den Elbstrand,

die bunten Schlepper

und auf der Südseite das rege Treiben im Hafen.

Ich fahre bis Finkenwerder Landungsbrücken und laufe einmal quer durch den Ort.

An der Anlegestelle Finkenwerder Rüschpark warte ich auf die Fähre nach Teufelsbrück zurück zum Nordufer. Dabei erlebe ich, wie ein Airbus Beluga auf dem nur wenige hundert Meter entfernten Airbus-eigenen Flugfeld zur Landung ansetzt. Sehr imposant!

In Teufelsbrück schaue ich mir den Jenischpark an, eine von einem Bachlauf durchflossene und relativ naturbelassene Parkanlage.

„Eierhaus“ (der Name kommt von den ovalen Fenstern) im Jenischpark:

Nächster Stopp: der Museumshafen in Oevelgönne. Dieser wird vom „Museumshafen Oevelgönne e. V.“ betrieben, einer Vereinigung zur Erhaltung historischer Wasserfahrzeuge.

Nach einer weiteren kurzen Fahrt mit HVV 62 bis Fischmarkt…

… laufe ich vorbei an den Landungsbrücken bis zum Mahnmal Nikolaikirche. Die Kirchruine ist einer meiner Lieblingsplätze in Hamburg. Diesmal schaue ich mir auch die Dauerausstellung „Gomorrha 1943 – Die Zerstörung Hamburgs im Luftkrieg“ an.
Zum Eintritt gehört auch eine Fahrt bis in 75m Höhe mit einem verglasten Fahrstuhl, der inmitten des Kirchenturms (dem einzig erhaltenen Teil der Kirche) installiert ist. Schon die Auffahrt ist beeindruckend…

… ebenso wie der Ausblick von oben, bspw. über Rathaus, Binnen- und Außenalster …

… oder auf das ehemalige Kirchenschiff:

15:30 folgt dann gleich das nächste Highlight: die Kietzjungs Hurentour mit Cheeky Cate. Super lustig und authentisch, aber auch nachdenklich machend mit der 29jährigen Cheeky Cate, einer aktiven Sexworkerin mit „Haupteinsatzgebiet“ Herbertstrasse. Los geht’s am Beatlesplatz…

… vorbei an diversen speziellen Häusern, einmal durch die Herbertstrasse (für die 3 Herren) bzw. außen herum (für die zahlreichen Damen), kurz rein in die Rockerkneipe auf ein Bier…

… und weiter zum Boxkeller Ritze.
Cheeky Cate räumt mit vielen Klischees auf und die Stories, die sie zu erzählen hat, sind zum Teil nichts für schwache Nerven. Bspw. über den Grundschullehrer, der den Fehler beging, sich als pädophil zu outen. Wobei es natürlich nur aus seiner Sicht ein Fehler war. Denn so wurden wahrscheinlich Kinder vor Missbrauch bewahrt, da er längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sein wird, seinen Neigungen nachzugehen. Vorausgesetzt, die Story stimmt.

Abends versuche ich noch einmal am Stage Operettenhaus Musicalkarten zu ergattern, habe aber auch heute kein Glück. Also schlendere ich auf dem Heimweg noch einmal über den Dom. Dort hat man sich auf die sibirischen Temperaturen eingestellt und schenkt u.a. Glühwein aus😂 So einen April-Glühwein lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Noch ein Blick auf den Bunker nach Sonnenuntergang:

Auf dem weiteren Heimweg finde ich dann sogar noch einen Thai, der mein geliebtes Som Tam (Papayasalat) anbietet. Damit kommt dann dieser Abend auch kulinarisch zu einem guten Ende🙂

Hamburg Bunker & Dom

Nach zwei Office-Tagen in Hamburg verlängere ich hier meinen Aufenthalt in einer meiner Lieblingsstädte.
Nach einer „erlebnisreichen“ Anreise mit der Bahn inkl. vorübergehender Strandung in Würzburg, checke ich spätabends im Boardinghouse in meiner Mini-Kajüte ein. Aber ist ja nur zum schlafen.
Ich finde tatsächlich noch einen Mexikaner, der bis 23:00 offen hat und muss so nicht hungrig zu Bett gehen 😁.


Nach einem arbeitsreichen Donnerstag und einem reichlich halben Arbeits-Freitag, geht’s dann aber los:
Erster Anlaufpunkt: der BUNKER.
Der ehemalige Flakturm IV auf dem Heiligengeistfeld wurde von 2020 bis 2023 aufgestockt und vom Flakbunker zum grünen Bunker umgebaut.

Von dort hat man einen schönen Ausblick über weite Bereiche Hamburgs…

… und auf den Hamburger Frühlingsdom:


Da geht’s dann auch als nächstes hin.
Mein Ziel: die Olympia Looping Achterbahn, die größte transportable 5er-Looping Bahn der Welt.

Noch ein letzter Blick von oben auf die gleich folgenden 5 Loopings…

… und dann hinab ins Getümmel 😁

Aber auch sonst hat der Hamburger Dom einiges zu bieten. Fahrgeschäfte für alle Altersklassen, Grusel- und Spiegelkabinette, kulinarische Highlights und Lowlights jeglicher Couleur und auch erschreckend viele mobile Spielhallen.

Am Abend versuche ich vor dem Stage Operettenhaus auf der Reeperbahn noch eine überzählige Karte eines Besuchers für „Zurück in die Zukunft“ zu ergattern.

Ich liebe die Filmreihe und hätte auch gern das Musical gesehen. Es gab sogar noch ganz wenige Restkarten, aber 180€ für einen vernünftigen Platz sind mir einfach zu viel. Es gab nur ein einziges Angebot von einem Besucher für eine mittelmäßige 140€-Karte, für die er 100€ haben wollte. Dafür fand er allerdings keine(n) Abnehmer/in.
Also Alternativprogramm: das Astra-Brauhaus am andern Ende der Reeperbahn bietet ein schönes Ambiente, ein gutes Essensangebot und sehr leckere Biere einschließlich Biertasting (5x 100ml).

Resümee Portugal

Hier ein kurzes Resümee unserer 14tägigen Portugal-Tour.
Das Land ist von Deutschland aus gut zu erreichen. Wenn man bei zu wenig Zeit nicht den Weg auch zum Ziel machen kann und per Bahn, Auto oder Motorrad anreist, ist ein Flug wohl die beste Möglichkeit, um in das kleine Land ganz im Südwesten Europas zu kommen.
Im Frühjahr und Herbst herrschen angenehme Temperaturen. Wir hatten 2 Wochen lang strahlend blauen bis leicht bewölkten Himmel bei Mittagstemperaturen um die 20 Grad. Ideal zum Wandern und Sightseeing. Im Schatten und am Abend konnte es an windigen Tagen recht frisch werden. Zwiebellook war angesagt. Tagsüber sollte man die Kraft der Sonne nicht unterschätzen. Vor allem durch den Wind und beim Wandern nimmt man sie nicht wahr. Dann ist ohne Sonnenschutz ein Sonnenbrand oder gar Sonnenstich nicht unwahrscheinlich.
Ansonsten ist Portugal ein easy going Reiseland: Eurowährung, Kartenzahlung, EU-Roaming, keine extra Netzstecker, Trinkwasserqualität, Infrastruktur… alles top.
Flüge sind günstig, ebenso das Angebot an Mietwagen und im ÖPNV.
Lissabon und Porto sind sehr schöne alte Städte mit viel Potential für Sightseeing. Aber auch das Umland dieser Großstädte (Dourotal, Atlantikküste, Naturparks) sind wunderschön.
Und Madeira, auch wenn schubweise von den Touristen der Kreuzfahrtschiffe überflutet, ist ein Perle. Tolle Landschaften (schroffe Küsten, Berge, Wälder, Hochebenen…), eine fantastische Pflanzenwelt (nicht nur in den botanischen Gärten), Großstadtfeeling in Funchal, lecker Essen … einfach super 👍
Die zeitliche Aufteilung – 3 Tage Lissabon, 4 Tage Porto, 7 Tage Madeira – hat gepasst. Wobei ‚mehr‘ natürlich immer besser ist. Denn zu erkunden gibt es im schönen Portugal genug 🙂

Rückreise

Der heutige Samstag steht ganz im Zeichen der Rückreis ins (heute noch) kalte Deutschland.
Wir verlassen gegen 13 Uhr unsere ärmliche Hütte…

… und geben bei RentX stressfrei und problemlos unseren Mietwagen zurück. Deren Shuttle bringt uns dann zum Flughafen. Unser Flug startet mit 20 Minuten Verspätung.
Der Flieger rollt bis ans äußerste Ende der kurzen Startbahn …

… wendet …

… und dann Vollgas 😁
Ein Blick zurück auf den spektakulären, auf Säulen gebauten, Flughafen von Funchal…

… und schon sind wir über den Wolken:

Nach anderthalb Stunden erreichen wir europäisches Festland, sehen die Mündung des Tejo …

… und haben damit auch noch einmal einen tollen Blick auf Lissabon, die erste Etappe unserer Reise:

Kurz vor halb acht überqueren wir die schneebedeckten Pyrenäen:

21:30 Ortszeit: Blick auf Zürich und den Zürichsee

Nach 4 Stunden Flug landen wir kurz vor 22 Uhr Ortszeit in Stuttgart und um 24 Uhr bin ich zu Hause.

Ein Resümee folgt in den nächsten Tagen 🙂