Orgel Rockt

Patrick Gläser aus Öhringen rockt die Orgel der St. Martinus Kirche in Kornwestheim!


Unglaublich schnell sind die 2x 45 Minuten vergangen, in denen der Organist dem Kircheninstrument rockige und auch ruhigere Töne entlockte. Er unterhielt uns mit bekannten Titeln aus Filmen (Interstellar, Transformers), von Rockbands (Queen) und Stücken, zu denen er auch selbst sang.
Auch die von ihm installierten Lichteffekte waren toll!


In der Pause und nach der Veranstaltung wurden wir von Mitgliedern der Kirchengemeinde bewirtet.
Sowohl das Orgelspiel als auch die Bewirtung waren prinzipiell kostenlos, aber um eine angemessene Spende wurde gebeten.
Insgesamt eine tolle Veranstaltung, die ich bestimmt an einem anderen Ort später noch mal genießen werde. Die aktuellen Auftrittstermine von Patrick Gläser findet ihr hier: https://orgel-rockt.de/termine/

blacksheep Festival

Das Black Sheep Festival im Schloßpark Bonfeld findet dieses Jahr wohl leider letztmalig statt.
Das Event in toller, familiärer Atmosphäre bietet musikalische und kulinarisch Highlights.

Am gestrigen Donnerstag, dem längsten Tag des Jahres, wurde Madison Violet (Kanada), Skerryvore (Schottland) und 10cc (Großbritannien) aufgeboten.

Madison Violet


Währen Madison Violet sehr ruhige, countrylastige Songs spielte und Skerryvore (für mich) der Überraschungssieger des Abends war, enttäuschte der Headliner 10cc mich leider.

Skerryvore


Im Gegensatz zur 8köpfigen Skerryvore-Truppe brachte die Alt-Herren-Band 10cc nur gelegentlich etwas Stimmung rüber.

10cc


Trotzdem war es ein sehr schöner Abend in diesem ungewöhnlichen Ambiente.

Vogesentour Ende

Das Wetter am Sonntag ist bedeutend besser und so wählen wir eine kurvige Strecke auf kleinen Straßen vor bei an der Haut-Koenigsbourg (Hohkönigsburg), dem Val d’Argent (Silbertal) …

… , folgen ein Stück der Elsässer Weinstraße und überqueren bei Plittersdorf mit der Fähre den Rhein.
Unsere Wochenendtour beenden wir am Abend am Glemseck, an der ehemaligen Solitude-Rennstrecke westlich von Stuttgart.
Wir sind uns einig – die landschaftlich sehr schönen Vogesen bieten sich für Motorradtouren an. Vor allem, wenn das Wetter mitspielt 🙂

Grande Cascade de Tendon

Da es ja gerade so schön lange hell ist, machen wir nach dem Abendessen noch einen Ausflug zum Grande Cascade de Tendon (Tendon-Wasserfall).
Teils zu Fuß und per Auto machen wir uns auf den Weg zu dem knapp 3km entfernten Wasserfall. Und ich muss sagen – es lohnt sich. Zumindest von unten sieht der Wasserfall sehr beeindruckend und auch groß aus. Der Blick von oben ist nicht ganz so spektakulär, aber auch schön.

Route des Crêtes

Wegen des schlechten Wetters entschließen wir uns gegen Mittag nur zu einer kleinen Runde über die Route des Crêtes (Vogesenkammstraße)
An den Stellen, wo Nebel und Regenwolken etwas aufreißen, haben wir einen tollen Blick nach Westen ins Tal zwischen der Route des Vologne (D34D) und der Route des Crêtes (D430).
Weiter südlich, bei Le Markstein, biegen wir auf die kleine D27 ab. Diese ist frisch geschottert/gesplittet und so kommen wir nach einer knappen halben Stunde geruhsamer Fahrt am Lac de Kruth-Wildenstein (Wildensteiner See) an.
Das Wetter ist jetzt etwas besser und wir gönnen uns erst mal einen Kaffee und einen Marillenkuchen.
Wir beratschlagen und beschließen dann eine relativ direkte Heimfahrt über die D1381/D43/D417 nach Le Tholy. Unterwegs machen wir noch einen Stopp bei Aldi und kaufen Salat für das Abendessen ein. Denn heute soll es „zu Hause“ Pizza und eben Salat geben.
Nach Ankunft in Le Tholy also auf in die nahegelegene Pizzeria. Die Bedienung ist aber gar nicht begeistert von unserer Bestellung. Man hätte so viel zu tun und keine Zeit … Oh je, Kunde will in der Pizzeria ein Pizza (ok, 7 Pizzen) …
Aber unsere Überredungskunst siegt und so kommen wir noch wie geplant zu unserem Abendessen.

Vogesentour


Trotz regnerischem Wetter am Morgen starten wir heute in einer kleinen Gruppe (8 Personen, 6 Motorräder, 1 Auto) zu einer Wochenendtour in die Vogesen.
Wir fahren durch den Nordschwarzwald, überqueren bei Schwanau den Rhein und kommen gegen 18 Uhr in unserer Unterkunft in Le Tholy bei Gérardmer an.
Wir haben uns für die 2 Nächte ein schönes Haus am Ortsrand mit 7 Schlafzimmern, mehreren Aufenthaltsräumen, einer großen Küche mit Esstisch für ca 12 Personen, Billard, Tischkicker, Grillterrasse und großem Jacuzzi gegönnt 🙂
Abends wird noch gekocht (Gemüsereis mit Hühnchen) und das Jacuzzi getestet.

Kunstblumen heute

Die – im wahrsten Sinne des Wortes – Blütezeit der Kunstblumenherstellung in Sebnitz war im 19. Jahrhundert. Tausende Arbeiter/innen waren hier beschäftigt. Bis zum Ersten Weltkrieg waren die Hauptabnehmer der weltweit exportierten Kunstblumen die USA und England. Durch die beiden Weltkriege brach die Produktion jeweils stark ein. Zu DDR-Zeiten war dann der VEB Kunstblume Sebnitz einer der größten Arbeitgeber in der Region. Nach der Wiedervereinigung mussten viele Betriebe im Umfeld der Kunstblumenherstellung schließen. Heute werden nur noch in sehr geringen Umfang hochwertige, immer noch in Handarbeit hergestellte, Kunstblumen produziert. Wir besuchen die „Deutsche Kunstblume Sebnitz“, eine interessante Mischung aus Museum, Manufaktur und Verkauf. Früher habe ich mir nie Gedanken gemacht, wie Kunstblumen eigentlich hergestellt werden, und war dann doch erstaunt, welche Vielzahl von Werkzeugen und enormes handwerkliches Geschick dazu eigentlich notwendig sind.

Prägewerkzeug:

Heutige Manufakturarbeitsplätze:

Bei manchen Exemplaren, vor allem wenn die Sträuße „sortenrein“ sind, erkennt man schon relativ schnell, dass es sich nicht um natürliche Exemplare handelt. Bei anderen wiederum, bspw. bei Gräsern und gemischten Sträußen mit kleinen Blüten, muss man schon sehr genau hinschauen. Besonders hat es mir dieser schöne Wiesenblumenstrauß an einem der Arbeitsplätze angetan (Wert ca. 450€):

Der Besuch der Manufaktur war sehr informativ, die Arbeiterinnen in der Schauwerkstatt sehr freundlich und offen für Fragen und das Sortiment im Verkauf wirklich groß.

Auswahl an Mohnblumen:

Egal, ob man Kunstblumen mag oder nicht – einen Besuch dort kann man empfehlen.

Sebnitz

Heute wird mal nicht gewandert, sondern es steht ein ganz entspannter Tag in Sebnitz auf dem Programm. Sebnitz, die kleine „Große Kreisstadt“ direkt an der tschechischen Grenze, mit gerade einmal neuneinhalbtausend Einwohnern, war im 16. Jh. für seine Leinenweberei und ab dem 19. Jh. vor allem für seine Kunstblumenherstellung bekannt. Zeitweise waren bis zu 10.000 Arbeiter in diesem Industriezweig in Heimarbeit und in Fabriken beschäftigt.

Heute hat Sebnitz das Problem vieler Kleinstädte: in der Innenstadt stehen viele Geschäfte leer, in der Region gibt es keine nennenswerte Industrie und die jungen Leute zieht es in die Landeshauptstadt Dresden oder in das boomende Leipzig.

Museum und Kultur: das leider geschlossene Afrikahaus:

Noch eine kulinarische Empfehlung: ein Besuch des „Goldenen Hirsch“ direkt am Marktplatz. Das Wildschwein-Würzfleisch ist sehr lecker 🙂👍

Kirnitzschtal

Südlich von Ottendorf verläuft die Kirnitzsch. Das Flüsschen, das gleichnamige Tal und das Technische Museum der Neumannmühle sind das heutige Ziel.

Die Mühle war bis 1945 zur Holzschlifferzeugung (Papierherstellung) und bis 1955 als Sägewerk in Betrieb. Heute ist sie Technisches Denkmal und Museum. Die Führung ist sehr interessant und man erfährt vieles über Flößerei, Wassermühlen, Sägewerke und Papierherstellung.

Panoramaweg

Heute folgen wir ein Stück dem Panoramaweg und laufen bei gutem Wetter von Ottendorf Richtung Saupsdorf.

Am Anfang sind die Wanderwege noch gut ausgezeichnet, aber im Wald an der tschechischen Grenze, die wir mehrfach überqueren bzw. darauf entlanglaufen, verlieren sich diese immer mal wieder. So orientieren wir uns dann grob an der Himmelsrichtung.

Der „Panoramablick am Wald“ nördlich von Saupsdorf macht seinem Namen alle Ehre und wir haben einen tollen Blick Richtung Westen mit Lilienstein und anderen Erhebungen im Elbsandsteingebirge.

Der rote und sogar der weiße Fingerhut wachsen hier zahlreich.

Leider sind hier in der Gegend viele Gastwirtschaften geschlossen oder existieren gar nicht mehr. Die Wachbergbaude nordöstlich von Saupsdorf sollte theoretisch offen sein, hat aber dann doch wegen Stromausfall geschlossen. Gut, dass wir ein kleines Vesper dabei haben.