Museo de los Orishas

Im Museum der alten Götter erfahren wir so manches über die Ureinwohner Kubas und deren Nachfolger.

Im Museum liegt eine wirklich dicke Staubschicht auf allen Exponaten. Man entschuldigt sich mit dem Hinweis auf die Explosion im benachbarten Hotel (im Bild oben ganz links ist ein Teil der Hotelruine zu sehen) vor über einem Jahr. OK, manche brauchen Jahrzehnte für den Bau und die Inbetriebnahme eines Flughafens und andere Jahre für die Entfernung von Staubschichten…😜

Die ursprünglichen Bewohner dieser Insel waren ein Volk ähnlich der Inkas und Mayas, aber nicht so hoch entwickelt wie diese. Mit Ankunft der Spanier wurden sie durch Versklavung und eingeschleppte Krankheiten praktisch ausgerottet. Es gibt wohl nur noch zwei Familien, bei denen ein geringer DNA-Anteil dieses untergegangen Volkes nachweisbar ist. Als neue Arbeitskräfte brachten die Spanier dann Menschen aus der Gegend des heutigen Nigeria als Sklaven nach Kuba. Diese brachten auch ihre Gottheiten und Rituale mit hierher. Und von diesen wird hier in dem Museum berichtet.

Nach dem Museumsbesuch gönnen wir uns noch einen letzten Blick auf das Capitol von Havanna, bevor es zurück in unsere Unterkunft geht.

Kochkurs

Zum Mittag fallen wir im Restaurant ‚Ajiaco‘ ein. Wir sollen hier beim Kochen helfen🙂 Aber als erstes bekommen wir ein Anleitung, um uns einen Mojito a la Ajiaco zu mixen: anstatt weißen Rum nehmen wir 8 Jahre alten braunen Rum, Honig anstatt braunen Zucker, wenig Wasser, etwas Eis…

Die Menge an Rum wird mein Ausgießen aus der Flasche durch lautes Zählen auf 5 bestimmt – wahlweise in deutsch, englisch oder spanisch. Spanisch ist am besten, denn das dauert am längsten 😂

Das Endprodukt:

Das bringt uns schon mal ordentlich in Stimmung auf den jetzt folgenden Besuch in der Küche.

Wir werden in zwei Gruppen eingeteilt: eine Gruppe kümmert sich um die Lobster (da bin ich natürlich dabei) und die zweite Gruppe um das Lammfleisch (auch nicht schlecht, aber man kann ja nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen).

Nach getaner (Vor)Arbeit genießen wir diverse Vorspeisen, während die Profis in der Küche den Hauptgerichten den letzten Schliff geben. Außerdem gibt uns das Zeit für einen zweiten Mojito.

Das Essen ist wirklich ein Genuss und übertrifft meine Erwartungen deutlich.

Nach dem Dessert und einem Kaffee wünschen wir uns alle einen Bus mit Liegesitzen.

Aber wir werden nach einer kurzen Fahrt zurück nach Havanna gleich noch einmal mental gefordert…

Markthalle

Heute morgen kommen wir auf dem Weg an einer Markthalle vorbei. Das Angebot ist übersichtlich. Der Touristenpreis für 1 Mandarine beträgt 1 Dollar 😀😂

Viele Gebäude der Stadt sind leider in einem sehr schlechten Zustand. Das Ganze hat irgendwie einen morbiden Charme🙄

Oldtimer-Rundfahrt

Weiter geht unsere Stadterkundung mit 60 bis 70 Jahre alten Buiks und Chevrolets – frei nach dem Motto alter Daimler: „Nur den Schwung nicht verlieren!“ 😜Wir fahren durch die Stadt und dann entlang der Malecon, der mehrere Kilometer langen Uferpromenade von Havanna.

Unterwegs haben wir einen schönen Blick auf diverse alte Befestigungsanlagen und das Meer.