Cacao Tour

Auf dem Weg zu unserem dritten Event für diesen Tag, der Cacao Tour, lacht uns noch dieses Faultier direkt an der Straße an:

Weiter geht es zum Tirimbina Regenwaldreservat. Auf unserer Tour zum Thema Kakao & Schokolade passieren wir die mit 260m längste Hängebrücke Costa Ricas.

Sie führt über den Sarapiqui-Fluss und im Regenwald können wir Kolibris, Tukane, Leguane und Schlangen beobachten.

Außerdem erfahren wir in einem Camp im Wald viel Wissenswertes zu den Kakaopflanzen und zum Getränk der Götter, der (Trink)Schokolade.
Der Kakaobaum stammt ursprünglich aus dem Amazonasgebiet und ist heute in weiten Teilen Mittel- und Südamerikas sowie Afrikas verbreitet.
Costa Rica produziert weniger als 1% des Kakaos weltweit und verliert davon noch einmal ca. 40% durch einen Pilz. Jetzt ist mir auch klar, warum Schokolade hier so teuer ist (ca. 16 bis 20 USD pro 100g). Unreife (da nicht gelb) Kakaoschoten am Baum:

Mit Pilz befallene Kakaoschote:

Die aus der reifen (gelben) Schote herausgelösten Bohnen…

… werden 7 Tage mit Zucker und Wasser in einem geschlossenen Behälter fermentiert und dann ca. 2 Wochen getrocknet. In diesem Zustand werden die dann exportiert, um beim Importeur geröstet und gemahlen zu werden, oder sie werden hier weiterverarbeitet. Wir mahlen heute geröstete Bohnen, …

… gießen sie mit heißem Wasser auf und trinken sie wahlweise mit Chilli, Vanille, Muskat, Pfeffer, gemahlenem Mais, Milchpulver, Zucker und/oder Rum. Ich teste mit Chilli, Vanille, Muskat und Rum😁

Zum Schluss gibt es noch Schokoladenmasse mit Ananas für uns.

Finca Surá

Als zweite Aktion heute besuchen wir die Finca Surá der Familie Gomez.

Auf dem weitläufigen Gelände sehen wir Leguane…

…Spechte…

… grüne Smaragd Basiliske (die kleinen Echsen, die flink über das Wasser laufen können) …

… 2 Rabengeier zusammen mit einem Leguan auf einem Brotfruchtbaum …

… viele Fledermäuse unter einem dicken Ast …

… winzige giftige Frösche…

… Kochbananen kurz vor der Reife …

… und überreif …

… Zimtbäume …

… Nelkenbäume …

… Ananasplantagen …

… Baumwollpflanzen …

Sehen außerdem noch Curcuma, Vanille, Pfeffer, Zuckerrohr.
Pressen uns Zuckerrohrsaft mit Ingwer und Orangen.
Mixen das ganze mit 40prozentigen Zuckerrohrschnaps (Rum).
Genießen ein leckeres Mittagessen mit Fisch gedünstet im Bananenblatt.
Bekommen noch Kaffee mit Annaskuchen …
Ich bin geradezu erschlagen von den Bildern, Eindrücken, Informationen und Kalorien…

Als Nach-Nachtisch dann noch eine Begegnung mit einem sehr großen Leguan, der bis zur Schwanzspitze wahrscheinlich an die 2m mißt:

Was für eine Fülle an Eindrücken!🤩

Arbeitseinsatz 🙂

Heute, am Freitag den 9.1.2026, stehen gleich 3 Aktivitäten auf dem Programm.
Als erstes pflanzen wir Bergmandelbäume bzw. Waldmandelbäume (Dypterix Panamensis oder auch Dipteryx Oleifera) auf dem Gelände der La Quinta Lodge.

Außerdem haben wir hier, neben zahllosen wunderschönen Pflanzen und Blüten, auch Pfeffer.

Wir erfahren, dass die verschiedenen Pfeffer“sorten“ nur verschiedene Reifegrade sind. Grüner Pfeffer – wie der Name schon sagt – noch unreif/grün, roter/reifer Pfeffer, weißer Pfeffer = reif geerntet und geschält, schwarzer Pfeffer = überreif und stark getrocknet.

Kaffeekooperative

Als zweiten Event des Tages besuchen wir am Nachmittag eine Kooperative, die sich um die Verarbeitung der Kaffeebohnen von 60 umliegenden kleinen Kaffeefarmen kümmert.

Angebaut wird ausschließlich Arabica (kein Robusta). Man versucht mit Klasse statt Masse gegen Massenproduzenten wie Kolumbien oder Brasilien anzukommen.

Nach der manuellen Ernte der reifen (roten) Bohnen, werden diese gewaschen, nach Qualitätsstufen vorsortiert, mehrere Wochen getrocknet, nochmals auf Qualität geprüft und schließlich 20-26 Minuten geröstet.

Es werden auch oft „grüne“ (innere), ungeröstete Bohnen exportiert und erst in den entsprechenden Ländern geröstet.

Qualitätsstufe 3 (für Starbucks und Mc Donalds😜):

Zum Schluss gibt es natürlich noch eine Kaffeeverkostung und einen kleinen Snack.

Nationalpark Vulkan Arenal

Auf unserer Fahrt zum nächsten Hotel stoppen wir am 1990 gegründeten Nationalpark Vulkan Arenal Der Vulkan Arenal ist geologischen gesehen sehr jung, nur 8000 Jahre alt. Andere Vulkane in Costa Rica dagegen sind bis zu 90 Millionen Jahre alt. Der letzte großer Ausbruch des Arenal fand 1968 statt.
Auf unserer 3stündigen Wanderung durch den Regenwald am Fuß des Vulkans kommen wir auch über ein Lavafeld von 1992.

Die Pflanzen im Vordergrund sind also alle in den letzten 33 Jahren entstanden.
Blick vom Lavafeld auf den Arenalsee im Westen:

Der fruchtbare Untergrund scheint auch den Orchideen zu gefallen:

Andere interessante Pflanzen:
Frühe Stufe der Dattelpalmenfrucht:

Pilze:

Die Flecken auf den Blättern dieser Pflanze sehen auf der Oberseite weiß/beige und unscheinbar aus …

… aber von der Unterseite betrachtet reflektieren sie nur das rote Lichtspektrum:

Und natürlich Regenwaldriesen in den verschiedensten Formen:

Wie z.B. obigen, riesigen, auf halber Höhe in einem Hurricane abgebrochenen Kapokbaum, an dem es sich Fledermäuse gemütlich gemacht hatten:

Interessant/gruselig – dieses Gewusel in einem Spinnennest: Roter Zimmermann

Außerdem sahen wir eine Regenbogen-Ameiva (30cm große Eidechse) …

und einen Nasenbär

… sowie zum Schluss noch diesen hübschen Vogel:

Finka Fauna Maxima

Gegen Mittag wird unsere kleine Reisegruppe um 5 Personen aufgestockt. Die zweite Woche sind wir also mit 9 Touristen + Reiseführer + (neuer) Busfahrer in einem etwas größeren Kleinbus unterwegs.
Wir starten auch gleich in dieser neuen Konstellation zu einem Ausflug in der Nähe von La Fortuna. Das kleine Paradies, dass wir besuchen, wurde aus einer ehemaligen Viehweide und einem Sumpf gewonnen. Heute ist es ein Stück Regenwald, in dem sich viele Tiere sehr wohl zu fühlen scheinen: Schlangen, Frösche, Schildkröten, Nagetiere, Faultiere, Dutzende Vogelarten, Kaimane, Leguane , Schmetterlinge … Und die meisten davon sehen wir sogar!
Im Eingangsbereich des Areals liegt Futter für Vögel und Nagetiere aus. Dadurch werden wir mit einer Explosion an Farben und Formen aus der Tierwelt begrüßt. Besonders freue ich mich, endlich einmal Tukane aus der Nähe zu sehen:

Aber auch die anderen Vögel, von winzig klein bis Truthahn-groß, bieten einen schönen Anblick:

Ebenso wie dieser Goldaguti:

Auf unserem Weg durch den Wald bewundern wir tolle Blüten und kommen dann an einen Teich, wo wir Kaimane

… Vögel und Blattschneiderameisen beobachten können:

Ein Stück weiter kommen wir zu einem mitten im Wald liegenden Schmetterlingshaus. Ich mag Schmetterlinge und sie scheinen auch mich zu mögen, denn ein besonders großes Exemplar eines Bananenfalters setzt sich hartnäckig erst auf meiner Hose und später auf meinem T-Shirt fest.

Leider öffnet diese Art nicht ab und zu mal ihre Flügel, so dass es kaum Bilder der Flügeloberseite gibt.
Auch sehr schön: dieser Passionsblumenfalter:

Auf unserem weiteren Weg sehen wir noch Schildkröten in einem Tümpel …

… und einen Leguan hoch oben in einem Baum:

Zum Schluss besuchen wir noch eine kleine Ausstellung mit Kunsthandwerk, hergestellt von Mitgliedern des Stamm der Maleku.

Der Kauf eines dieser Objekte unterstützt das in einem Reservat lebende Volk.

Zurück im Hotel haben wir Gelegenheit, den Vulkan Arenal einmal fast ohne Wolken zu sehen:

Thermalquellen

Morgens beim Frühstück 8:30 Uhr ist es bewölkt bei 21 Grad. Wohlfühltemperatur für Mitteleuropäer, nicht zu warm und nicht zu kalt 😁 Allerdings soll die Temperatur heute noch bis maximal 29 Grad steigen. Aber erst einmal teste ich die zum Hotel gehörenden Becken der Thermalquelle. Die ersten beiden sind ziemlich warm. Darin hält man es nicht lange aus. Aber das dritte Becken ist perfekt 👍
Und einen prima Blick auf den (etwas wolkenvergangenen ) Vulkan Arenal hat man auch.

Costa Rica Halbzeitresümee

Nun ist schon Halbzeit auf dieser zweiwöchigen Costa Rica Tour und ich habe schon sehr viel von der Fauna und Flora dieser „Schweiz Zentralamerikas“ gesehen: riesige Salzwasserkrokodile in Flussmündungen, bunte Krabben an der Küste und in den Mangroven, Faultiere und wunderschöne Schmetterlinge im Wald, hautnahe Begegnungen mit Affen und natürlich Vögel in allen Farben und Größen – von winzigen Kolibris bis hin zu großen Reihern, Aras und Geiern.
Wir haben verschiedene Klimazonen erlebt, vom gemäßigten Klima in San José, über die heiße Pazifikküste, Regenwälder, mystische Nebelwälder und die von Vulkanen geprägten Landschaften im Nordwesten des Landes.
Costa Rica ist kein billiges Reiseland, dafür aber sehr sicher, mit freundlichen und offenen Menschen, einer sehr guten Infrastruktur und absolut problemloser Versorgung mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Medizin, Treibstoff usw.
Mittelamerika for Beginners sozusagen.
Ich bin schon sehr gespannt auf die Erlebnisse der zweiten Hälfte der Tour 🙂

La Fortuna

Am Nachmittag kommen wir in unserem neuen Hotel „Arenal Paraiso Resort & Spa“ bei La Fortuna an.

Von der Terrasse meines Bungalows …

… blicke ich direkt auf den Vulkan Arenal 😁 🌋

Das Resort bietet Restaurant, Bar, Pool, Zipline-Anlage, einen weitläufigen Bereich mit heißen Quellen verteilt über mehrere Becken …

… und eine schöne Hotelanlage mit interessanten Pflanzen.
Ismene/Schönhäutchen :

Allerdings liegt das Hotel ca. 8km westlich von La Fortuna Zentrum und an der stark befahrenen Straße gibt es keinen Fußweg. So nehmen wir einen Uber (ca. 7 USD) in die Stadt zum Abendessen. An der Rezeption wurde uns das „Polo Fortuneño #2“ empfohlen. Als wir dort kurz nach 19 Uhr ankommen, ist es brechend voll und eine Geburtstagsparty (von Einheimischen?) ist in vollem Gange. Ein gutes Zeichen 🙂
Nach vernachlässigbar kurzer Wartezeit bekommen wir einen Tisch in einer ruhigen Ecke. Die Speisekarte ist sehr umfangreich und die Auswahl fällt schwer. Letztendlich ist das Essen sehr gut, die Preise moderat und alle sind zufrieden. Zurück geht’s auch wieder mit unserem Uber-Fahrer, von dem wir uns die Telefonnummer haben geben lassen.

Fahrt zum Vulkan Arenal

Auf unserer Fahrt nach La Fortuna passieren wir auf der Straße Nr. 6 Richtung Norden das Gebiet zwischen den Vulkanen Miravalles im Westen und Tenorio im Osten.
Wir stoppen am Rio Celeste (‚Blauer Fluss‘, oder auch ‚Piuri‘ in der Sprache des hier ansässigen Stammes der Maleku).

Das Wasser des Rio Celeste ist blau, weil beim Zusammenfluss der beiden Flüsse Río Buenavista und Río Ácido durch eine chemische Reaktion eine Mischung aus Aluminiumsilikaten und Schwefel im Wasser entsteht, die in der Sonne eine sogenannte Mie-Streuung auslöst. Dadurch wird vor allem blaues Licht vom Wasser reflektiert.

Kurz danach stoppen wir gleich noch einmal an einem riesigen „arbol de la paz“ (Friedensbaum) bzw. Kapokbaum, der mindestens 500 Jahre alt sein soll. Ein mega Fotomotiv 😯