Atlantikstraße

Das Highlight des heutigen Tages war die Atlantikstraße, die wir von Kristiansund aus Richtung Westen befahren haben.

Auf einer der kleinen Inseln, über die die Straße verläuft, gibt es einen schönen ca. 500m langen Rundweg.

Die Motorraddichte ist hier auf dem nur ca. 8km langen Streckenabschnitt ungewöhnlich hoch 🙂

Im weiteren Verlauf sind wir dann nach Süden Richtung Andalsnes weitergefahren und sind abends kurz nach der Fähre Solsnes-Afarnes auf dem Campingplatz Saltkjelsnes eingecheckt. Die kleine Hütte für 540 NOK (54€) ist der bisherige Tiefpunkt unserer Campinghüttenerfahrung: kein Wasser, kein Geschirr und mit einer Art Gummi überzogene Matratzen. Wahrscheinlich geht man hier standardmäßig von inkontinenten Gästen aus 😂.

Fähre Solsnes – Afarnes
Unsere Gummimatratzenhütte

Ich denk‘ mich knutscht…

… ein Elch, bzw. zwei. In einem Tunnel gibt uns ein Autofahrer Lichthupe und direkt am Ende des Tunnels quert vor uns eine Elchkuh und ihr halbwüchsiges Kalb die Fahrbahn. Wenn wir 2-3 Sekunden eher aus dem Tunnel gekommen wären, hätte das knapp werden können. Wir halten gleich an, aber bis wir die Handschuhe aus und das Handy in der Hand haben, sind die zwei schon in das nahe Wäldchen getrottet. Mit bloßem Auge sind sie zwar noch zu erkennen, aber für ein Foto reicht es leider nicht. Trotzdem eine tolle Begegnung.

Auf der Fv17 Richtung Süden

Kurz nach Bodo verlassen wir die E6 wieder und fahren auf der wunderschönen Küstenstraße Fv17 weiter Richtung Süden. Dabei überqueren wir die Brücke über den Saltstraumen – den Gezeitenstrom, den wir uns vor 10 Tagen vom Schlauchboot aus angeschaut haben. Von der Brücke herab erkennt man gut die Wasserwirbel, die die Strömung verursacht.

Die Fv17 beginnt hier bei Bodo und führt über 650km an der Küste entlang bis nach Steinskjerk (Wikipedia Fv17).

Auf der Fv17

Als wir gegen 18 Uhr die Fähre bei Esoya erreichen, beschließen wir, einen Blick auf den Campingplatz ‚Furoy Camping‘ zu werfen, bevor wir übersetzen. Die Chefin hat uns wohl vorbeifahren sehen, und kommt gleich zur eigentlich um die Zeit unbesetzten Rezeption. Wir bekommen eine tolle Hütte mit Veranda, Küche und kleinem Bad direkt am Fjord mit Blick gen Westen auf die untergehende Sonne und die regelmäßig vorbeifahrende Fähre.

Blick von der Veranda

Bodo zum Zweiten

Auf der Fahrt mit unsererm Hurtigrutenschiff Vesteralen waren wir ja vor ca. 10 Tagen schon einmal in Bodo. Da reichte die Zeit aber gerade so für unsere Schlauchboottour und nicht für eine Stadtbesichtigung. Das haben wir heute nachgeholt. Bodo ist ein schöne, junge Stadt mit Cafés, vielen Einkaufsmöglichkeiten und auch einiger Industrie am Stadtrand. Im Hafen lag auch gerade wieder ein Hurtigrutenschiff – die ‚Trollfjord‘.

Kirche in Bodo