An der Rinconcito Lodge

Auf dem Weg zum Frühstück heute morgen konnten wir die Montezuma Oropendola an ihren Nestern beobachten. Ähnlich wie die Webervögel bauen sie ihre herabhängenden Behausungen in den Bäumen – nur deutlich größer als die der Webervögel.

Nach dem Frühstück starten wir zu einem gemütlichen zweieinhalbstündigen Waldspaziergang. Wir müssen dazu keinen Meter fahren, denn unsere Lodge liegt direkt im Regenwald und nahe eines Flusses. Es weht ein kräftiger Wind, der selbst im Wald als erfrischendes Lüftchen spürbar ist. Die Nähe des Flusses, an dem unser Weg größtenteils entlang führt, tut ein Übriges, um diese kleine Wanderung maximal-entspannt zu genießen 😊 Wir sehen bizarre Pflanzen…

… und Termitennester mitten in den Bäumen…

… schaukeln uns über Hängebrücken voran …

… überqueren mehrmals den Fluss und landen schließlich an diesem schönen Ort:

Auch Shaun und Elfie sind ganz hingerissen von diesem lauschigen Plätzchen 😊

Weiter führt uns der Weg durch den Regenwald hinauf bis zu einer Art Hochebene. Dort haben wir nach der einen Seite wieder einen schönen Blick auf die Kondensationswolken des Regen- und Nebelwaldes …

… und nach der anderen Seite auf eine der Arten der Energiegewinnung Costa Ricas.

Ob man/frau die Windräder nun schön findet oder nicht – zumindest hat es Costa Rica mit Geothermie, Solar-, Wind- und Wasserkraft geschafft, nahezu 100% seiner benötigten Elektroenergie auf diese Weise zu erzeugen.

Ein paar Meter weiter genießen wir diesen fast schon magischen Ort auf dem windigen Plateau:

Dann geht es wieder bergab in Richtung der Behausung der 5-Finger-Faultiere (Hotel).
Siehe auch
Zweifinger-Faultiere
Dreifinger-Faultiere
Fünffinger-Faultiere
😉

Nationalpark Rincón de la Vieja

Wir fahren weiter Richtung nicaraguanische Grenze zum Nationalpark Rincón de la Vieja.

Dieser Nationalpark um den aktiven Vulkan Rincón de la Vieja ist einer der vielseitigsten Nationalparks des Landes. Hier finden sich Regenwald, Trockenwald, vulkanische Erscheinungen wie Fumarolen oder aktive Schlammvulkane. Er liegt in der Bergkette der Cordillera Volcánica de Guanacaste. Seine Höhe reicht von ca. 700 bis 1916 m.

Blick auf den Kraterrand des Vulkans:

Baumriesen:

Würgefeige würgt Eiche:

Heiße Quellen:

Schlammvulkane:

Mystisch:

Leguan:

Klammeraffen:

Wunderschön:

Ein toller Nationalpark, der einen Ausflug lohnt!
Es gibt mehrere Rundwege zwischen 3,5 und 16km. Man sollte allerdings genügend Zeit zum Anschauen und Beobachten einplanen. Wir haben für den kurzen Rundweg ca. zweieinhalb Stunden benötigt.

Nach einer weiteren halben Stunde Autofahrt checken wir am Nachmittag im Hotel „Rinconcito Lodge“ ein. Das Hotel ist abseits in den Bergen gelegen, mit Zimmern im Bungalowstil, verteilt über den Berghang. Es gibt keinen Mobilfunkempfang, aber ein relativ gutes WLAN und einen kleinen Pool.

Zu den Vulkanen

Heute verlassen wir Monteverde Richtung Nordwesten zum Nationalpark Rincón de la Vieja.
Auf den ersten Kilometern können wir noch einmal diese tollen Klimazonen Regenwald und Nebelwald bestaunen. Die auf dem Bild zu sehenden Wolken, die sich wie eine Schneelawine über den Bergrücken zu schieben scheint, sind Kondensationswolken aus den darunter liegenden von Wäldern:

Etwas später sehen wir Bäume mit mächtigen Stacheln:

In Liberia, der Hauptstadt der Provinz Guanacaste, halten wir an einem Supermarkt.
Hier deckt sich jeder mit ein paar Kleinigkeiten ein: Obst, Getränke, Mittagssnack, einheimisches Bier …
Auch hier scheitere ich wieder daran, Schokolade aus C.R. einzukaufen: eine 50g(!) Tafel für 8 USD?? Nein danke. Da sind die Schokoladen in den Souvenirläden ja noch ein Schnäppchen 😏
Aber generell ist C.R. kein Billig(Urlaubs)Land. Das Preisniveau ist in etwa wie bei uns (bis auf Schokolade 😂). Auch Kaffee ist in diesem kaffeeproduzierenden Land teuer. Dabei ist der Durchschnittsverdienst weniger als ein Drittel so hoch wie in Deutschland. Hier auch noch ein paar andere Daten im Vergleich Deutschland – Costa Rica
https://www.laenderdaten.info/laendervergleich.php?country1=CRI&country2=DEU

Nachtwanderung

Von 18 bis 20 Uhr habe ich mich für eine optionale Nachtwanderung angemeldet. Da reicht es gerade noch, um die Happy Hour ab 17 Uhr und den Sonnenuntergang 17:30 zu genießen.


Pünktlich 18 Uhr beginnt die Nachtwanderung vom nahegelegenen Treffpunkt. Sie kostet 36 USD bzw. 1800 Colon. Viele Preisangaben in Restaurants oder bei touristischen Events werden in USD gemacht und der Dollar wird 1:500 umgerechnet. Gut, dass für uns der Dollarkurs aktuell günstig steht.
Aber zurück zur Nachtwanderung. Es werden Gruppen von max. 10 Personen gebildet. Jeder bekommt eine Taschenlampe und dann geht es ab in den Wald. Als erstes bekommen wir eine große hellgrüne Viper gezeigt, die es sich hoch oben in einem Baum gemütlich gemacht hat. Der Guide hat ein Stativfernrohr dabei, mit dem wir die Schlange gut sehen können. Später sehen wir auch noch ein kleines Exemplar direkt vor uns im Gras.


Außerdem finden wir noch bizarre Insekten, die sich als Blatt tarnen …

… kleine gelbe Frösche…


… einen schlafenden Tukan und ein Faultier (beide zu weit entfernt für gute Fotos) .

Eine schöne Tour, wenn auch 9 Personen in unserer Gruppe etwas zu viel waren und ich mir noch ein paar mehr Tierbegegnungen erhofft hatte. Aber vlt. hing da die Messlatte nach dem Besuch des Nationalpark Manuel Antonio etwas zu hoch 😉

Kaffeefarm in den Bergen

Nach einer halben Stunde Buckelpiste …

… erreichen wir die Finka einer kleinen, ökologisch betriebenen Kaffeefarm.

Diese befindet sich im Nebelwald bei San Luis, nicht weit von Monteverde entfernt. Es weht ein erfrischender Wind und in der Luft sind ganz feine Wassertröpfchen, noch viel kleiner als bei Nieselregen. Nebelwald eben 🙂
Das Paar, welches die Farm betreibt, sind aktive Läufer und haben erfolgreich an vielen Wettbewerben und Marathonläufen teilgenommen, bspw. am Boston-Marathon.

Im Bild sieht man im Hintergrund ihre Medaillen und Pokale. Die Bestzeit des mittlerweile 67jährigen Mannes lag wohl bei zweieinhalb Stunden, wenn ich das richtig verstanden habe.

Er zeigt uns die verschiedenen Pflanzen auf der Farm und erklärt die bei ihnen praktizierte Kaffeeherstellung. Pflanzenschutzmittel verwenden sie keine und haben u.a. auch deshalb aktuell mit einem Pilz zu kämpfen. Die Kaffeepflanzen tragen ab ca. dem dritten Jahr Früchte und werden bis zu 25 Jahren verwendet. In dieser Zeit werden sie mehrmals in Kniehöhe komplett gekappt und treiben seitlich neu aus. Siehe Foto:

Die Kaffeekirschen werden hier erst manuell! geerntet, wenn sie wirklich reif (rot) sind und nicht gemischt reif/unreif, wie bei der maschinellen Ernte. Dann werden die Kerne (Bohnen) mit einer Handmühle vom Fruchtfleisch getrennt, …

… gewaschen, 1 Jahr getrocknet …

… und dann geröstet.

Später pressen wir uns noch Zuckerrohrsaft und trinken ihn gemischt mit Orangensaft. Sehr lecker!

Zum Schluss bekommen wir natürlich noch hauseigenen Kaffee und selbstgebackenen Bananenkuchen. Und ich lasse es mir auch nicht entgehen, hier noch Kaffeebohnen einzukaufen 🙂

Ein wunderbarer Nachmittag bei einer sehr sympathischen Familie!

Dann geht es noch einmal ein Stück die Piste entlang und eine Viertelstunde später erreichen wir unser Hotel in Monteverde. Die Zimmer sind groß, im Bungalowstil und mit Blick in die Berge vom großen Balkon. Im Hintergrund kann man sogar den Pazifik erkennen:

Nach Monteverde

Heute wechseln wir für die nächsten 2 Tage das Hotel. Wir fahren die Küstenstraße zurück nach Nordwesten.
Unterwegs passieren wir eine Brücke, von der aus man faul in der Sonne herumliegende Krokodile im Fluß beobachten kann.


Weiter geht es ein Stück auf der Panamericana, der legendären Straße, die bis auf ein 90 km langes Teilstück zwischen Panama und  Nordwest-Kolumbien, Alaska mit Feuerland verbindet und sich damit (fast) komplett durch Nord- und Südamerika zieht.
In Caldera halten wir für ein „Churchill-Eis“, eine Kalorienbombe bestehend aus Crushed Ice, diversen Sirupsorten nach Wahl (ich nehme Kokos und Schokolade), einer großen bunten Eiskugel, getoppt mit einem Marshmallow.

Dann verlassen wir die Küste und biegen nach Norden in die Berge Richtung Monteverde ab.

Nationalpark

Heute morgen geht es relativ zeitig (8 Uhr) los in den Nationalpark Manuel Antonio. Dieser ist mit 6,8 Quadratkilometern zwar einer der kleinsten Costa Ricas, aber bei Einheimischen und Touristen sehr beliebt. Er schützt ein 1624 Hektar großes Regenwaldgebiet und hat mehrere schöne Strände.

Am Eingang findet eine strenge Kontrolle der Rucksäcke statt. Einweg-Plastikflaschen, jegliche Nahrung, Messer usw. sind nicht erlaubt. Ich musste mein Taschenmesser für 5 USD in einem Schließfach zurücklassen. 5 USD finde ich unangemessen. Meine Müsliriegel und Zweit-Wasserflasche (Plastik) hat man dafür nicht gefunden. Tipp: was man an Kleinigkeiten mit reinnehmen möchte, einfach am Körper tragen. Es empfiehlt sich auch, ein Fernglas mitzunehmen (generell eine gute Idee in Costa Rica).
Zuerst ging es auf einem festen abgegrenzten Weg durch einen Teil des Regenwaldes.

Da konnten wir verschiedene Vögel und Landkrabben beobachten.

Wir laufen weiter Richtung Küste und durchqueren einen Mangrovenwald.

Frucht der Mangroven:

Dann gelangen wir an die Pazifikküste und laufen nach Süden zur Halbinsel Punta Catedral.

Am Strand sehen wir Leguane, Einsiedlerkrebse und Kokospalmen in Hülle und Fülle.

Wir umrunden die Halbinsel auf dem vorgegebenen Weg und werden mit tollen Ausblicken und einer unvergesslichen Begegnung mit einer großen Gruppe Kapuzineräffchen belohnt.

Diese sind Touristen gewohnt und ziemlich frech. Man muss gut auf seine Sachen aufpassen und sie greifen auch gern in offene Taschen. Einer wollte sich mein kleines Fernglas „ausborgen“, welches ich aber glücklicherweise um den Hals gehängt hatte.

Nur ein paar Meter weiter gleich die nächste Begegnung mit einer weiteren Affenart: Brüllaffen:

Beim Verlassen der Halbinsel legen wir noch einen Badestopp ein. Für mich eine Premiere: zum ersten Mal im Pazifik schwimmen 😃

Auf dem weiteren Weg sehen wir Tukane und Faultiere, aber leider zu weit weg für Fotos. Dann, schon fast am Ende der 5stündigen Tour, noch ein absoluter Glücksfall mit einem Faultier: Diese steigen nur einmal in der Woche vom Baum, um ihr großes Geschäft zu verrichten. Und wir erwischen ein an einer Liane aufsteigendes Tier nahe am Weg und bestens sichtbar.

Eine tolle Tour! Wir haben viele interessante Tiere und imposante Pflanzen gesehen und fahren glücklich und auch etwas müde zurück ins Hotel.

Quepos

Weiter unterwegs Richtung Südosten halten wir im kleinen Ort Parrita. Ich hebe bei der Banco National Bargeld zum Kurs von 582 inkl. Gebühren ab und kaufe auch gleich mal eine große Mango für 2400 CRC (ca. 4,10€). Die Mangosaison hat gerade erst begonnen. Später im Jahr bekommt man wohl eine ganze Kiste für 5 Dollar meint der Reiseleiter. Ich werde also meinen Urlaub bis März verlängern 😁

Gegen halb 5 kommen wir in unserem Hotel für die nächsten 2 Nächte an, dem La Foresta Nature Resort in der Nähe von Quepos. Die Zimmer sind groß und sauber.

Die Hotelanlage im Bungalowstil ist sehr schön und hat auch einen Pool. Den nutze ich auch gleich noch schnell, denn ab halb 6 wird es schon wieder dunkel.

Das Wasser im Pool ist sehr warm (ca. 28°C) und bringt kaum Erfrischung. Die Pina Colada dagegen schon 😜.

Heute zu Silvester ist auch das Abendessen inklusive: Brokkolicremesuppe, Surf & Turf, Tiramisu.
Nach dem Essen wird die Musik leider so laut aufgedreht, dass wir Vier uns nicht mehr unterhalten können. Kurz nach 22 Uhr kapitulieren wir und verlassen die Abendveranstaltung. So wird es wohl nichts mit den Reinfeiern ins neue Jahr.

Bootstour

Gegen Mittag kommen wir in der Nähe des Ortes Tarcoles an, dort wo der Fluss Tarcoles in den Pazifik mündet. Dieser Brackwasserbereich ist bekannt für seine große Menge an Krokodilen und Vielfalt an Vögeln.

Und tatsächlich sehen wir auf dieser anderthalbstündigen Bootstour Krokodile jeglicher Größe und viele verschiedene Vögel.

Gelbkopfkarakara

Nacktkehlreiher

Spitzkrokodil

Einheimische Fischer

Zum Schluss sehen wir noch ein riesiges Krokodil auf einer Sandbank direkt am Meer, das trotz seines abgebissenen Schwanzes sicher 5-6m lang ist. Ich konnte aber leider niemanden aus unserem Boot überreden, sich wg. eines Größenvergleichs einmal neben den Giganten zu stellen.

Diese Ökosysteme hier sind wichtig für den Naturschutz, insbesondere für den Scharlachara, eine gefährdete Vogelart.
Wir sehen auch einige Aras, die unser Boot überfliegen, aber für ein gutes Foto reicht es (noch) nicht.

Insgesamt eine wirklich lohnende Bootstour, bei der man viele der hier lebenden Tiere zu Gesicht bekommt.

Costa Rica Tag 1

Das Hotelzimmer im Palma Real ist groß und sauber und die Klimaanlage angenehm leise.
Ich bin zeitig munter und gönne mir schon 6:30 ein ausgiebiges Frühstück. Dann drehe ich eine kleine Runde ums Hotel. Selbst hier in der Hauptstadt grünt und blüht es überall.

Der Geldautomat nebenan ist immer noch außer Betrieb, aber Bargeld ist hier nicht ganz so wichtig, denn man kann auch oft mit Karte zahlen. In Hotels und Restaurants auf alle Fälle. Aber ich habe trotzdem gern Bargeld dabei, z.B. für ein Getränk oder einen Snack unterwegs.

Für 9 Uhr ist Check Out und Abholung am Hotel geplant. Wie sich herausgestellt, besteht unsere kleine Gruppe aus 4 Personen + Guide + Fahrer.
Pünktlich verlassen wir in einem modernen Kleinbus die Hauptstadt auf der Panamericana Richtung Nordwesten, durchqueren den Distrikt Alajuela …

… und biegen dann Richtung Süden ab. Unterwegs machen wir einen kurzen Kaffeestopp und genießen den Blick über die bergige Landschaft bis hin zur Pazifikküste.

Unterwegs erzählt uns unser Guide Interessantes zu den Distrikten, zu den angebauten und exportierten Früchten (Bananen, Kaffee Arabica, Ananas, Tabak usw.) und Allgemeines zu seinem Heimatland.